Kursnummer: 101.06

Gustav Landauer: Dichter mit politischen Visionen

Zwischen Anarchie, Kaiserreich und Räte-Revolution 1918/19

Dozent: Herr Dr. Siegbert Wolf
Erster Termin: Montag, 30. November 2020, 19:00 - 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Justus Liebig Haus, 24
Umfang: 1 Termine mit insgesamt 2 Unterrichteinheiten zu je 60 Minuten
Entgelt: 6,00 €

Verantwortliche Fachbereichsleitung: Martin Frenzel

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Weitere Informationen:

Gustav Landauer (1870 Karlsruhe – ermordet am 2. Mai 1919 München-Stadelheim) gehört, neben Erich Mühsam, bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Sein Denken und Handeln war maßgeblich von den Werten der Freiheit, sozialen Gerechtigkeit und Emanzipation bestimmt. Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, genoss Gustav Landauer hohes Ansehen. Er agierte als (Anti-)Politiker, Kultur- und Sprachkritiker sowie Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte von unten („Sozialistischer Bund“ u.a.). Sein Credo war die Idee eines libertär-föderativen Sozialismus - Stichwort: Basisdemokratischer Anarchismus. Während der Novemberrevolution von 1918/19 engagierte sich Landauer von München aus für einen freiheitlichen Umbau der Gesellschaft. Während der ersten, vorrangig von Dichtern getragenen Münchner Räterepublik im April 1919 agierte er als „Volksbeauftragter für Volksaufklärung“, sprich: Kulturminister. Anfang Mai 1919 ermordeten ihn rechtsextreme Freikorps-Schergen brutal im Zuge der Niederschlagung der Revolution in der Haft. Der Vortrag rückt Gustav Landauers libertären Elan für eine freiheitliche und sozial gerechte Gesellschaft in den Vordergrund. Ein vhs-Abend in Kooperation mit dem ASTA der HDA.